Das Evangelium vom Bemeroder Preisskat
"Alle Jahre wieder
Kommt die Skat-Runde
In Bemerode nieder,
Zur gesell’gen Stunde.
Kehrt mit Detlef Brauner
In das Heim nun ein,
Ob Profi oder Stauner,
Jeder darf es sein.
Tischtennis-Gefährten
Legen Schläger fort,
An den Spielertischen
Zählt das Trumpf-Gebot.
Ist uns stets zur Seite,
Wenn man Reizwerte nennt,
Dass uns Glück begleite,
Bis man die Sieger kennt."
(Frei nach Wilhelm Hey)
Es begab sich aber am zehnten Tage des ersten Monats im Jahre des Herrn zweitausendsechsundzwanzig, dass die Tischtennis-Sparte des TSV Bemerode zusammenkam, um ein großes Preisskat-Turnier abzuhalten. Und so machten sich fünfzehn Getreue auf den Weg zum Klubheim, einem Ort der Gemeinschaft, um dort nach den Regeln des Reizens und Stechens zu streiten.
Als die sechste Abendstunde schlug, trat Detlef Brauner hervor, der als weiser Hirte und Turnierleiter die Schar anführte. Er teilte die Suchenden auf: An drei Tischen fanden sich jeweils vier Spieler zusammen, und an einem vierten Tisch waren es ihrer drei, auf dass das Spiel beginnen möge.
Doch siehe, eine große Prüfung war den Anwesenden auferlegt! Eine eisige Kälte herrschte im Spielraum, als wäre der Winter selbst durch die Ritzen gedrungen. So geschah es, dass die Männer während der ersten zwei Runden in ihre schweren Jacken gehüllt blieben, um dem Frost zu trotzen, während sie ihre Karten hielten. Doch sie verzagten nicht, und bald schon erhörte die Heizung ihr Flehen, spendete milde Wärme und machte das Spiel angenehmer.
Nach der ersten Runde der Verkündigung der Trümpfe geschah ein Wunder der Sättigung: Der Wirt des Hauses trat herbei und servierte eine Abendmahlzeit à la carte. Ein jeder konnte wählen, was sein Herz begehrte, und so stärkten sie sich für die kommenden Aufgaben. Insgesamt drei Runden lang wurden die Plätze neu zugelost, auf dass ein jeder mal mit einem anderen Gefährten am Tische saß.
Als die Mitternachtsstunde nahte, war die Zeit der Abrechnung gekommen. Ein Gabentisch war bereitet, reich gedeckt mit Schätzen, von denen sich ein jeder Teilnehmer in der Reihenfolge seines Wirkens einen Preis erwählen durfte.
Und es wurden die Namen derer verkündet, die am meisten Punkte errungen hatten:
An oberster Stelle stand Detlef Brauner selbst, der mit 1754 Punkten den Sieg davontrug.
Ihm folgte Thorsten Schrader, der mit 1642 Punkten den zweiten Platz errang.
Und als Dritter im Bunde wurde Rüdiger Freitag gepriesen, der 1551 Punkte auf seinem Konto vereinte.
So gingen sie alle erfüllt nach Hause, und die Kunde von diesem denkwürdigen Abend in Bemerode wird noch lange in den Herzen der Tischtennis-Sparte nachhallen.
Einige Impressionen vom denkwürdigen Event finden sich in er Galerie.
